Das ETF fand dieses Jahr in Lausanne statt, wie man so schön sagt:» Änet am Röschtigrabe». Die Anreise fand am Freitag statt, damit wir Samstagmorgen früh bereit sind für unseren Wettkampf. Nebst einem gemeinsamen Nachtessen gilt es zu erwähnen das sämtliche Turner*innen wie auf dem Programm eingetragen um Mitternacht in der Unterkunft, eine hitzige Tennishalle, waren.
Mehr oder weniger ausgeschlafen, startete nach einem gemeinsamen Frühstück unser 3-teilige Wettkampf. Hierzu nun ein kleiner Einblick in die einzelnen Disziplinen.
Teil 1 – Fachtest Allround & Steinheben
Im ersten Teil steht jeweils unsere Paradedisziplin Steinheben auf dem Programm. Die Truppe rundum Myrta Obrecht & Herger Dänu, hat dabei einmal mehr geliefert. Mit der hervorragenden Note von 9.27, ist ihnen ein Start nach Mass geglückt. O-Ton Myrta: Wir sind eine aufgestellte Truppe, welche sich gegenseitig unterstützt und zu Topleistungen pusht.
Und jährlich grüsst das Murmeltier. Den auch die Gruppe Fachtest Allround hat grosses Potential, jedoch können wir es dort selten durchgehend im Wettkampf abrufen. Auch dieses Jahr wieder ein grundsolides Resultat (Note 8.71), jedoch mit zu grossen Unterschieden bei den einzelnen Leistungen und dementsprechend den Resultaten.
Teil 2 – 800m & Schleuderball
Danach ging es weiter zum Schleuderball, das Fazit von Disziplinenchef Tschanz Chrigu lautet: «Bim schlüdere chas di haut verseklä u das heimer hür müesse merkä» Heisst von erwarteten Topleistungen, über Neulinge die einen Superjob gemacht haben bis hin zu einer Reihe von «Nullern» war alles mit dabei. Das gibt am Schluss die Note 6.53, wobei es sogar auf einer Anlage noch zum Diebstahl von 2 Metern durch eine Oberrichterin kam.
Gleichzeitig fand auf einer Leichtathletik-Anlage der 800m statt. Bei dieser Disziplin ist die Unterlage für die Notengebung sehr entscheiden und es gibt keine anspruchsvollere Wertung als jene auf einer Kunststoffbahn. Daher vorneweg die Note 10 von Melanie Berger ist eine unglaubliche Leistung! Auch allen anderen Läufer*innen gelang ein guter Wettkampf mit starken Leistungen bei hochsommerlichen Temperaturen. Dass es trotzdem «nur» zur Note 7.82 gereicht hat, zeigt die strenge Wertung auf und verdeutlicht das es sensationell ist die Note 10 zu erreichen.
Teil 3 – Steinstossen & Schulstufenbarren
Kommen wir zu den letzten zwei Disziplinen im turnerischen Teil dieses Anlasses. Beim Steinstossen konnten sich sämtliche Turner gegenüber ihren Trainingsleistungen steigern, was bedeutet diese Jungs haben zum einen Kraft und zum anderen ist Nervosität für sie ein Fremdwort. In dieser Disziplin sind die geworfenen Meter gleichbedeutend mit der Note, daher sticht die Leistung von Leueberger Michu mit 10.84m heraus. Diese ist eine grosse Mithilfe für die erreichte Gesamtnote 8.32.
Zum Abschluss stehen 25 Turnerinnen an 4 Schulstufenbarren im Fokus. Auch hier ein paar Worte der Disziplinen Chefin Sina Walter. «Die grosse Herausforderung ist es jeweils das Programm mit so vielen Turnerinnen einzustudieren, ich bin sehr dankbar über die tatkräftige Unterstützung langjähriger Mitturnerinnen.» Mit einem guten Gefühl jedoch ohne ein Training mit kompletter Beteiligung starteten sie in den Wettkampf. Die Vorführung gelang ordentlich, der eine oder andere kleine Patzer vor diesem grossen Publikum darf passieren und schlussendlich schaut die Note 7.82 raus.
Mit der Gesamtnote 24.24 und vielen Ambitionen es nächstes Jahr noch besser zu machen, ging es mit den festlichen Aktivitäten los. Gemeinsames Abendessen, ausgiebigem Sonntagmorgen Spaziergang, Zug & Schiffahrt bis Gunten, Spaghettiplausch in der Badi, gemütliches beisammen sein und zu guter Letzt der Empfang im Dorf. Um es mit den Worten von Sina zu sagen: «Mir hei ä Superstimmig ungernang gah u das Fescht zämä chönne gniesse».
Chef Aktive, Marcel von Gunten

